Rainer Pfeiffer

Rainer Pfeiffer

Dipl. therapeutischer Puppenspieler - Staatlich anerkannter Ergotherapeut

Methodik des - Therapeutischen Puppenspiels -

Die Puppenspieltherapie bezeichnet ein therapeutisches Angebot für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsproblemen und für Erwachsene in schwierigen Lebenssituationen.

Zum Beispiel bei Krisen mit Störungsbildern wie

Entwicklungsstörungen geringem Selbstvertrauen Traumata – andauernden Angstzuständen
Aggressionen Ausdruckshemmungen Schulschwierigkeiten
Scheidungssituationen Missbrauch Krankheitsverarbeitung
Trauerverarbeitung Innere Blockaden Sprachhemmungen

Das therapeutische Puppenspiel lässt sich der humanistischen Schule zuordnen.
Gemeint ist hier die Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Eine weitere Wurzel beginnt in der analytischen Psychologie mit dem archetypischen Modellen nach Carl Gustav Jung.

Das therapeutische Puppenspiel versteht sich als Angebot innerhalb der psychotherapeutischen Ansätze von Psychodrama, Kunsttherapie, und Gestalttherapie. Es erweitert  die bei Kindern angewandte spieltherapeutische Intervention um das Medium Puppenspiel.

Mögliche Inhalte sind die Arbeit an der Identifikation (Herstellen, Schöpfen einer eigenen inneren Figur) sowie spielerische Interaktionen als Ausdrucksmöglichkeit subjektiv erlebten Alltags durch Rollentausch mit dem Therapeuten oder eine so genannte Konfliktübung mit dem Ziel eines progressiven Verlaufs zu Stabilität und Individuation.

Die Spielkontakte werden eng verknüpft mit begleitenden Elterngesprächen um die zunächst nicht immer nachvollziehbare Situation des Kindes anhand der gespielten Symbolik gemeinsam zu entschlüsseln und um den Eltern Handlungsalternativen und Unterstützung im Umgang mit ihrem Kind zu ermöglichen.

Der Grundgedanke des therapeutischen Puppenspiels ist es, dem Kind oder dem Jugendlichen durch das Hineinschlüpfen in eine Spielfigur

  1. andere und neue Erfahrungen zu ermöglichen. Es ist deutlich einfacher, durch einen Stellvertreter auszudrücken, was es sagen will oder ohne diese Hilfe vielleicht auch gar nicht sagen könnte. Es kann so deutlicher ausdrücken, was es bewegt und dem Therapeuten so auch auf einer symbolischen Ebene berichten. Wichtig ist aber auch
  2. dass das Spiel mit der Figur es erlaubt die Szene zu beherrschen und selbst aktiv Auslöser von Situationen zu sein, wo es bislang nur Erleidender oder Duldender sein konnte. Und
  3. ermöglicht das Übernehmen aller möglicher Rollen auf der Bühne, ein gefahrloses Erproben von bislang ungeübten und unerfahrenen Handlungsspielräumen. Wichtig bei diesem Vorgehen ist noch, dass das Kind nicht alleine spielt oder dass für das Kind gespielt wird, sondern das Kind und Therapeut gemeinsam die Geschichte des Kindes ,, inszenieren“, die immer die Geschichte des Kindes bleibt und dem Therapeuten doch einige Interventionsmöglichkeiten z.B. als Anstoß zu Veränderungen oder neuen Verhaltensweisen gibt.

Das Kind kann  seine Wunschpuppe selbst schöpfen und wählt meist intuitiv die
Figur, die es braucht. Die Handpuppe wird nach einer bestimmten einfachen Technik
modelliert, so dass auch Kinder schnell zu einem Erfolgserlebnis kommen und dadurch Selbstbewusstsein und Mut wachsen.

 

Während der Therapie können auch andere kreative Medien zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel die Symbolik in Märchen, Malen oder figuratives Gestalten mit Ton.
Zur Diagnostik werden psychologische Verfahren angewandt.

Text: Institut für Gestaltung und Kommunikation
www.Puppenspiel-Therapie.de

Weitere Informationen: Deutsche Gesellschaft für Therapeutisches Puppenspiel
www.dgtp.de